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Marte Meo, ein Konzept für Menschen mit Demenz

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Marte Meo für Menschen mit Demenz

Die Marte Meo Methode kann auch bei Demenz eingesetzt werden, um die Kommunikation und Interaktion zwischen der betroffenen Person und ihren Betreuern und Angehörigen zu verbessern. Der wichtigste Grundsatz bei Marte Meo „Folgen Sie dem Blick des Menschen“.

  • Menschen mit Demenz können Schwierigkeiten haben, sich auszudrücken und zu kommunizieren. Durch die Verwendung von Videomaterial in der Marte Meo Methode können Betreuer und Angehörige jedoch bestimmte nonverbale Signale und Verhaltensweisen erkennen und besser verstehen, um so eine bessere Kommunikation zu ermöglichen.

Die Methode kann auch dabei helfen, die Fähigkeiten und Ressourcen der betroffenen Person zu erkennen und zu stärken. Indem man beispielsweise die Handlungen und Bewegungen der Person beobachtet, kann man herausfinden, welche Aktivitäten sie noch selbstständig durchführen kann und welche Unterstützung sie benötigt.

  • Durch die Anwendung der Marte Meo Methode können Betreuer und Angehörige so besser auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Person mit Demenz eingehen und eine positive Beziehung aufbauen, was sich letztendlich auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität der betroffenen Person auswirken kann.

Marte Meo legt hauptsächlich Wert auf die Mikroelemente der Interaktion und führt zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit, da der Bindungsaufbau nur mit ausreichend Zeit gestaltet werden kann und somit Ruhe in die Interaktion kommt. Es klärt sich sehr schnell, welchen Unterstützungsbedarf ein Mensch mit Demenz hat, damit er kooperieren kann und das Auftreten von herausforderndem Verhalten ist minimiert.

Anwendungsbeispiele für Marte Meo bei Menschen mit Demenz

Insgesamt kann die Marte Meo Methode bei Demenz eingesetzt werden, um die Kommunikation und Interaktion zwischen der betroffenen Person und ihren Betreuern und Angehörigen zu verbessern und ihre Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken.

  • Videoaufnahmen machen: Ein Betreuer oder Angehöriger nimmt Videoaufnahmen von der betroffenen Person während alltäglicher Aktivitäten auf. Beispielsweise beim Essen, bei der Körperpflege oder bei der Freizeitgestaltung.
  • Videomaterial analysieren: Das aufgenommene Videomaterial wird gemeinsam mit dem Betreuer oder Angehörigen analysiert. Dabei werden bestimmte nonverbale Signale und Verhaltensweisen der betroffenen Person identifiziert. Damit verstehen die Mitarbeiter die Bedürfnisse besser.
  • Positive Rückmeldung geben: Der Betreuer oder Angehörige gibt der betroffenen Person positive Rückmeldung auf ihr Verhalten. Genauso die Fähigkeiten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihre Ressourcen zu erkennen.
  • Problemlösungen entwickeln: Die Betreuer oder Angehörigen nutzen das Videomaterial, um gemeinsam mit der betroffenen Person Problemlösungen zu entwickeln, um bestimmte Herausforderungen im Alltag zu bewältigen.
  • Zielsetzungen entwickeln: Anhand des Videomaterials können gemeinsam mit der betroffenen Person realistische Zielsetzungen entwickelt werden, um ihre Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken und ihr Selbstbewusstsein zu erhöhen.
  • Kommunikation verbessern: Die Betreuer oder Angehörigen nutzen das Videomaterial, um ihre eigene Kommunikation und Interaktion mit der betroffenen Person zu verbessern, indem sie auf bestimmte nonverbale Signale und Verhaltensweisen achten und ihre eigene Kommunikation anpassen.

Vier Grundelemente für Marte Meo bei Demenz

  1. Ein gutes, freundliches, zugewandtes Gesicht, Lächeln bei der Kontaktaufnahme
  2. guter Bindungsaufbau
  3. Mitarbeiter dokumentieren die Krankenbeobachtung situationsgerecht
  4. Bewohnerzentrierung: Mitarbeiter folgen der Initiative der Bewohner mit Demenz

Seminare zur Information über alle wichtigen Demenz-Konzepte:

Hinweis der Dozentin: Jeden Beitrag habe ich gemäß meiner Erfahrung und meines Wissens geschrieben. Seit 23 Jahren sehe ich in meinen Seminaren als Dozentin für Pflegeberufe jährlich >1500 Mitarbeiter. Für Stammkunden – teilweise über Jahre – arbeite ich an den Konzepten der Mitarbeiterentwicklung mit. Aus diesem Blickwinkel sind meine Beiträge entstanden und das Angebot meines Wissens. Manche Vereinfachung von Sachverhalten, auch kleinere Unschärfen gehen an die Kürze und leichte Verständlichkeit der Berichte. Ein Blick in meine Seminarausschreibungen geben mehr und genauere Informationen, mehr noch in den Seminaren selbst. Andere Berufsgruppen in der Bewohner- und Patientenversorgung mögen eine unterschiedliche Sichtweise haben, die ich schätze und auch gerne für beide Seiten bereichernd diskutiere. Schreiben Sie an info@horvath-pflege.com.

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