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Ernährung und Alter – wie verändert sich die Ernährung im Alter?

Essen anreichen

Ernährung und Alter – wie sieht die gute Ernährung im Alter aus?

Pflegefachkräfte beraten Betroffene und Angehörige, ihre Aufgabe im Rahmen des Expertenstandards zur „Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung“.

Pflegekräfte in Einrichtungen der Altenhilfe kennen die wiederkehrenden Probleme rund ums Essen in Gemeinschaftsküchen. Besser ausgedrückt zu Ernährung und Alter: dem einen ist das Essen zu fade, dem anderen zu versalzen. Der eine bekommt nie seine biografische Lieblingsspeise, der andere kann mit den „modernen“ Gerichten nichts anfangen oder die Auswahl ist nicht prothesengerecht gestaltet.

Ungeachtet dessen, ist der ältere Mensch gesund, gibt es keinen Grund die Ernährung im Alter wesentlich zu verändern.

Den natürlichen Veränderungen im Alter mit der richtigen Diät zu begegnen ist vordergründig sehr einfach. Der veränderte Wasserhaushalt braucht eine Ein- und Ausfuhrkontrolle, die nachlassende Knochendichte mehr Calcium, der sinkende Grundumsatz eine Kalorienerfassung der täglichen Nahrungsmittel.

Quantitative oder qualitative Mangelernährung?

Begleiten Pflegekräfte die gesunde Ernährung im Alter ist die Unterscheidung zwischen quantitativer und qualitativer Mangelernährung sehr hilfreich. Bei der quantitativen Mangelernährung besteht Untergewicht, bei der qualitativen Mangelernährung hat der alte Mensch zu wenig Vitamine und Mineralien. So kann auch ein Mensch mit Adipositas qualitativ mangelernährt sein. Desgleichen kann ein Mensch mit Untergewicht sowohl qualitativ, als auch quantitativ mangelernährt sein.

Eine allgemein gültige Unterstützung bieten die Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für gesunde Senioren mit Normalgewicht

Eiweiß und Fett jeweils 1g/kg Körpergewicht (jeweils zur Hälfte aus tierischen und pflanzlichen Quellen), 250 g Kohlenhydrate incl. 30 g Ballaststoffe. Zudem haben alle essentiellen Vitamine und Mineralien Richtwerte der DGE für den täglichen Bedarf

Bei quantitativer Mangelernährung ist es die Aufgabe des Arztes die richtigen therapeutischen Maßnahmen zu ergreifen. Zum Beispiel werden zusätzlich hochkalorische Trinknahrung und hochproteinhaltige Pulver eingesetzt, entweder geschmacksneutral oder mit Geschmack. Pflegekräfte übernehmen die Delegation und überprüfen und dokumentieren die Ergebnisse.

Erleichterung für die Überprüfung hoher Pflegequalität findet sich bei den Standardpflegeplänen des PQSG zum Thema Ernährung.

Ganz anders beim Thema Demenz und Essen

Hier ist viel Kreativität gefragt. Eine biografische Essensgeschichte zu erheben ist die Basis, damit passende Gerichte angeboten werden können. Kau- und Schluckstörungen müssen definiert und pflegerisch kompensiert werden. Fehlender Durst und Hunger machen Essensgaben schwierig.

Eine klare Tagesstruktur, dann passendes Essgeschirr, desgleichen eine Tellerrandbegrenzung und Besteck das zur Einschränkung passt. Des Weiteren wird der emotionale Zugang bei der Essensgestaltung beachtet. Das heißt ggf. im Team die Entscheidung für Fingerfood treffen und viel Gewicht auf das Beachten alter Rituale legen oder geliebte Nachtischangebote von früher wie Grießbrei reichen.

Kurz gesagt: Essen hält Leib und Seele zusammen.

Gute Anbieter von Essenslieferungen beachten dies und vor allem sind sie gute Beispiele für eine optimale Zusammenstellung einer gesunden Ernährung im Alter, hier zwei Beispiele für Berlin und Potsdam „Landhausküche“ und Mobiler Mittagstisch, gute Anbieter hat jede Region in Deutschland.

Meine Seminare zum Thema:

Hinweis der Dozentin: Jeden Beitrag habe ich gemäß meiner Erfahrung und meines Wissens geschrieben. Seit 23 Jahren sehe ich in meinen Seminaren als Dozentin für Pflegeberufe jährlich >1500 Mitarbeiter. Für Stammkunden – teilweise über Jahre – arbeite ich an den Konzepten der Mitarbeiterentwicklung mit. Aus diesem Blickwinkel sind meine Beiträge entstanden und das Angebot meines Wissens. Manche Vereinfachung von Sachverhalten, auch kleinere Unschärfen gehen an die Kürze und leichte Verständlichkeit der Berichte. Ein Blick in meine Seminarausschreibungen geben mehr und genauere Informationen, mehr noch in den Seminaren selbst. Andere Berufsgruppen in der Bewohner- und Patientenversorgung mögen eine unterschiedliche Sichtweise haben, die ich schätze und auch gerne für beide Seiten bereichernd diskutiere. Schreiben Sie an info@horvath-pflege.com.