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Förderung der Harnkontinenz speziell für Frauen. Expertenstandard.

Fürsorglicher Umgang mit dem Geheimnis vieler Frauen im höheren Alter. Beckenbodentraining für Pflege- und Betreuungskräfte.

Harninkontinenz bei Frauen ist ein Tabuthema. Viele Frauen versuchen das Thema zu vermeiden bzw. verleugnen ein Problem zu haben – auch bis weit in die Demenz hinein. Da werden Pflegekräfte beschuldigt, Wasser ins Bett gekippt zu haben bzw. die Betroffene weiß überhaupt nicht, wie das passieren konnte. Vorlagen und Pantys oder andere Inkontinenzhilfsmittel werden abgelehnt, da sie nicht nötig sind. Wird beim Sitztanz das Wort „Beckenbodentraining“ erwähnt, sind Bewohnerinnen kaum zu begeistern.

Es gibt viele erfolgversprechende Behandlungsansätze und gezielte Maßnahmen zur Vorbeugung – auch im Rahmen der Sekundärprophylaxe. Pflegekräfte brauchen eine ausführliche Schulung, um kompetent zu beraten und zu begleiten.

Das Ziel des Seminars ist, die Gebärmuttersenkung früh genug zu erkennen, Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig einzuleiten, eine damit einhergehende Inkontinenz zu vermeiden und einfühlsam begleiten.

Detaillierte Seminarbeschreibung

Organisatorisches

Seminartitel: Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz speziell für Frauen
Zielgruppe: Alle Mitarbeiter in Pflege und Betreuung
Dauer: 1 Tag
Ideale Gruppengröße: 16 Personen
Methoden: Präsentation und Vortrag, Interaktion mit der Gruppe zum Thema, Erfahrungsaustausch und Analyse von Einzelsituationen, Visualisierung, Arbeit anhand von Fallstudien, praktische Übungen und situiertes Lernen mit dem Ziel Transfer an den Arbeitsplatz

Seminarinhalte

  • Vorstellung des Expertenstandards „Förderung der Harnkontinenz in der Pflege“ mit seinen Aufgaben
  • Krankenbeobachtung Kontinenz/Inkontinenz und die verschiedenen Formen von Inkontinenz
  • Pathophysiologie Gebärmuttersenkung mit Risikoermittlung
  • Konservative Therapie- und Pflegemaßnahmen, Beratungsgespräche
  • Beckenbodentraining angeleitet durch die Mitarbeiter der Pflege und Betreuung
  • Hilfsmittel zur Erreichung von Kontinenz, von Elektrostimulation, Einsatz von Pessaren, Biofeedback-Instrumente und Vaginalkonen
  • Medikamenteneinsatz als Ursache und zur Unterstützung der Inkontinenz
  • Operation und postoperative pflegerische Begleitung
  • Beratungskompetenz der Pflegekräfte
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