Home > Aktuell informiert > „Quereinsteiger“ in die Pflege werden Pflegeassistenten

„Quereinsteiger“ in die Pflege werden Pflegeassistenten

essen-anreichen-basales-stimulieren-aspirationsprophylaxe

Als Quereinsteiger in die Pflege und dann Ausbildung zum Pflegefachassistenten

Seit November 2022 wird die neue Ausbildung zur Pflegefachassistenz angeboten. Erst mit der neuen Personalberechnung seit 01.07.23 nimmt die Ausbildung nun Fahrt auf, denn wir brauchen viele Pflegefachassistenten. Ein Beispiel für einen Ausbildungsgang/Inhalten >>

Aufgaben u.a. sind:

  • Unterstützung des Pflegepersonals bei der täglichen Arbeit
  • Pflege und Begleitung von kranken Menschen in stabilen Pflegesituationen
  • persönliche Unterstützung von kranken Menschen bei der eigenständigen Lebensführung
  • Erhebung von medizinischen Messwerten
  • Krankenbeobachtung und -dokumentation
  • Durchführung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung sowie leichter physikalischer Therapiemaßnahmen (z. B. Wärme- oder Elektrotherapie) unter Anleitung
  • Assistenz bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen
  • Leistungsgruppe 1 / LG01 (Vergütung durch die Krankenkasse)
    • Blutzuckermessung.
    • Blutdruckmessung.
    • Inhalationen.
    • Injektionen (s.c.)
    • Richten von Injektionen (auch Insulingabe)
    • Auflegen von Kälteträgern.
    • Richten von ärztlich verordneten Medikamenten (ohne Wochendispenser)
    • Medikamentengabe.

Quereinsteiger in die Pflege – Anforderungen

Wer als Quereinsteiger in die Pflege kommt und die Pflegefachassistenz (Rahmenlehrplan zum Pflegefachassistenten) erwerben möchte, muss wichtige Dinge beachten. Hier sind einige Punkte, die unterstützen können:

  • Anforderungen prüfen: Überprüfen Sie die gesetzlichen und beruflichen Anforderungen, um Pflegefachassistent zu werden, in Ihrem Land oder Ihrer Region. Je nach Land oder Region können unterschiedliche Voraussetzungen gelten, wie zum Beispiel bestimmte Bildungsabschlüsse, Zertifizierungen oder Prüfungen.
    • Sie besitzen einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung
    • Sie sind gesundheitlich für einen Beruf im Pflegedienst geeignet
    • Sie verfügen über gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift (Das Zertifikat telc Deutsch B2+ Beruf ist eine berufsbezogene Sprachprüfung. Mit diesem Zertifikat weisen Sie nach, dass Sie sich schriftlich und mündlich in berufsalltäglichen Situationen in der deutschen Sprache angemessen verständigen können.)
    • Mindestalter: 16 Jahre
    • Sie sind zuverlässig, verantwortungsbewusst, belastbar sowie teamfähig

Quereinsteiger in die Pflege – Karriereplanung

  • Informieren Sie sich über den Beruf: Machen Sie sich mit den Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Herausforderungen vertraut, die mit dem Beruf des Pflegeassistenten verbunden sind. Informieren Sie sich über die Arbeitsbedingungen, die Arbeitszeiten, die Vergütung und die Karrieremöglichkeiten, um realistische Erwartungen an den Beruf zu haben.
  • Weiterbildungsmöglichkeiten recherchieren: Als Quereinsteiger in die Pflege müssen Sie möglicherweise eine zusätzliche Ausbildung absolvieren, um die erforderlichen Qualifikationen als Pflegeassistent zu erwerben. Informieren Sie sich über die verschiedenen Bildungsangebote und -programme, die in Ihrer Region verfügbar sind, und wählen Sie diejenigen aus, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passen.
  • Praktische Erfahrungen sammeln: Praktische Erfahrungen sind oft ein wichtiger Teil der Ausbildung und Vorbereitung auf den Beruf als Pflegeassistent. Suchen Sie nach Möglichkeiten, in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen Pflegeeinrichtungen Praktika oder freiwillige Arbeit zu absolvieren, um praktische Erfahrungen zu sammeln und Einblicke in den Pflegealltag zu erhalten.
  • Persönliche Eignung überprüfen: Die Arbeit als Pflegeassistent erfordert Empathie, Mitgefühl, Geduld und physische Belastbarkeit. Überprüfen Sie, ob Sie über diese persönlichen Eigenschaften verfügen und ob Sie bereit sind, mit Menschen unterschiedlichen Alters, Gesundheitszuständen und Bedürfnissen zu arbeiten.
  • Rechtliche Aspekte beachten: Informieren Sie sich über die rechtlichen Aspekte der Pflegeassistentenarbeit, einschließlich der Berufsordnung, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Haftung. Stellen Sie sicher, dass Sie die geltenden Gesetze und Vorschriften kennen und einhalten.
  • Karriereplanung: Überlegen Sie, wie Sie sich langfristig in der Pflegebranche entwickeln möchten und erstellen Sie einen Karriereplan. Bedenken Sie, dass der Beruf des Pflegeassistenten ein Einstieg in die Pflegebranche ist und Sie möglicherweise in der Zukunft weitere Bildung und Qualifikationen erwerben müssen, um sich beruflich weiterzuentwickeln.

Quereinsteiger in die Pflege – Stressprophylaxe

    •  Selbstfürsorge nicht vergessen: Die Arbeit in der Pflege kann physisch und emotional anspruchsvoll sein. Stellen Sie sicher, dass Sie sich um Ihre eigene Gesundheit und Ihr Wohlbefinden kümmern, um langfristig in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Nehmen Sie sich Zeit für Erholung, pflegen Sie soziale Kontakte und
    • Ausreichend Schlaf: Ausreichender Schlaf ist für die körperliche und mentale Gesundheit von großer Bedeutung. Pflegekräfte sollten darauf achten, genügend Zeit für erholsamen Schlaf einzuplanen, um sich optimal zu regenerieren.
    • Körperliche Aktivität: Regelmäßige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, Stress abzubauen, die körperliche Gesundheit zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern. Pflegekräfte sollten versuchen, in ihren Alltag Bewegung einzubauen, sei es durch Spaziergänge, Sport oder andere Aktivitäten, die ihnen Freude bereiten.
    • Stressmanagement: Der Beruf der Pflegekraft kann stressig sein. Es ist wichtig, effektive Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln, wie beispielsweise Entspannungstechniken, Meditation, Atemübungen oder das Sprechen mit vertrauten Personen, um mit stressigen Situationen besser umgehen zu können.
    • Soziale Unterstützung: Soziale Kontakte und Unterstützung von Familie, Freunden oder Kollegen können einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden von Pflegekräften haben. Es ist wichtig, Zeit für soziale Aktivitäten und den Austausch mit anderen Menschen zu finden, um soziale Unterstützung zu erhalten und emotionalen Rückhalt zu haben.
    • Grenzen setzen: Pflegekräfte sollten lernen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Es ist wichtig, „Nein“ zu sagen, wenn die Arbeitsbelastung zu hoch wird oder die eigene Gesundheit gefährdet ist, und um Hilfe zu bitten, wenn nötig.
    • Hobbys und Interessen pflegen: Pflegekräfte sollten Zeit für ihre eigenen Hobbys, Interessen und Aktivitäten finden, die ihnen Freude bereiten und ihnen helfen, sich zu entspannen und abzuschalten.
  • Professionelle Unterstützung: Es ist auch wichtig zu erkennen, wann professionelle Unterstützung notwendig ist. Pflegekräfte sollten sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie mit emotionalen Herausforderungen oder Belastungen konfrontiert sind, sei es durch Gespräche mit einem Therapeuten oder Berater.

Mein Seminar und Infos zum Thema:

Hinweis der Dozentin: Jeden Beitrag habe ich gemäß meiner Erfahrung und meines Wissens geschrieben. Seit 23 Jahren sehe ich in meinen Seminaren als Dozentin für Pflegeberufe jährlich >1500 Mitarbeiter. Für Stammkunden – teilweise über Jahre – arbeite ich an den Konzepten der Mitarbeiterentwicklung mit. Aus diesem Blickwinkel sind meine Beiträge entstanden und das Angebot meines Wissens. Manche Vereinfachung von Sachverhalten, auch kleinere Unschärfen gehen an die Kürze und leichte Verständlichkeit der Berichte. Ein Blick in meine Seminarausschreibungen geben mehr und genauere Informationen, mehr noch in den Seminaren selbst. Andere Berufsgruppen in der Bewohner- und Patientenversorgung mögen eine unterschiedliche Sichtweise haben, die ich schätze und auch gerne für beide Seiten bereichernd diskutiere. Schreiben Sie an info@horvath-pflege.com.
Das könnte Sie auch interessieren
schlafstoerungen-medikamente-pflege
Pflege von Menschen im höheren Alter bei Schlafstörungen
tiergestuetzte-therapie-lola
Tiergestützte Therapie für Menschen mit Demenz
bluthochdruck-bewohner-alter-pflege-blutdruckmessung
Pflege und Betreuung bei Bluthochdruck im höheren Alter
demenz-validation
Kommunikationskonzept für Menschen mit Demenz – Validation nach Naomi Feil