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Demenz ist die körperliche Folge eines Schlaganfalls?

Pflege bei Schlaganfall - Apoplex, vaskuläre Demenz Schlaganfalls

Demenz ist nicht die körperliche Folge eines Schlaganfalls

das Problem heißt „arterielle Durchblutungsstörung“.

Die beiden Konstitutionen (venöse und art. DBS) als Grundvoraussetzung für das Verständnis zu Erkrankungsentwicklungen im höheren Lebensalter sind immer wieder ein Thema im Pflegebasiskurs für Grundpflegekräfte. Ein Überblick zu arteriellen DBS und den Folgen sind solides Grundwissen, Patienten/Bewohner gut zu versorgen.

Denn hat ein Patient diese Diagnose, ist es die Aufgabe der Pflegekräfte mittels analytischer Krankenbeobachtung, begleitender Pflege und in der Langzeitversorgung die Sekundärprophylaxe, um weitere Erkrankungen zu verhindern.

Gute Pflege braucht Fachwissen aus unterschiedlicher Perspektive und das Problem „mögliche Demenzentwicklung“ braucht Pflegekräfte mit guter Fachkompetenz.

Eine Spätfolge eines Apoplex (Schlaganfall) kann also die Entwicklung einer Demenz sein. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, ein höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken, insbesondere an der vaskulären Demenz. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei bei etwa 10 %. Erfolgen mehrere Schlaganfälle – sogenannte TIAs, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 40 %.

Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass nicht alle Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, automatisch an Demenz erkranken werden. Es hängt von vielen weiteren Faktoren ab, wie dem Alter, der Gesundheit und dem Lebensstil des Einzelnen.

Arterielle Durchblutungsstörungen

Wie schon erwähnt, sind arterielle Durchblutungsstörungen das Grundproblem. Die kann zu einer Vielzahl von Komplikationen führen, darunter:

  • Schmerzen und Schmerzen in den betroffenen Gliedmaßen
  • Gefäßverschlüsse und Thrombosen (Hirninfarkt, vaskuläre Demenz)
  • Gangrän (toter Gewebebereich)
  • Amputationen
  • Herzinfarkte und Schlaganfälle
  • Erektile Dysfunktion
  • Nierenschäden
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Raucherbein

Arterielle Durchblutungsstörungen können also zu einer vaskulären Demenz führen. Eine vaskuläre Demenz entsteht, wenn es zu Schäden an den Blutgefäßen im Gehirn kommt, was zu einer Unterbrechung des Blutflusses führt. Dies kann zu einer Minderung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Gehirn führen und letztendlich zu Schäden an Gehirnzellen und zu kognitiven Einschränkungen.

Anzeichen von Schlaganfall vs. Anzeichen von Demenz

Wie lässt sich das gut unterscheiden?

Kognitive Leistungseinbußen sind jedoch auch ein häufiges Problem nach einem Apoplex (Schlaganfall). Je nach dem Teil des Gehirns, der betroffen ist, kann ein Schlaganfall zu verschiedenen kognitiven Ausfällen führen, wie z.B.:

  1. Gedächtnisprobleme: Eine Person kann Schwierigkeiten haben, neue Informationen zu speichern oder sich an frühere Erinnerungen zu erinnern.
  2. Probleme bei der Kommunikation: Die Person kann Schwierigkeiten haben, ihre Gedanken auszudrücken oder zu verstehen, was andere sagen.
  3. Probleme bei der visuellen Wahrnehmung: Die Person kann Schwierigkeiten haben, einfache Muster oder Formen zu erkennen.
  4. Probleme bei der Planung und Organisation: Die Person kann Schwierigkeiten haben, einfache Aufgaben zu planen oder auszuführen.
  5. Verlust der Feinmotorik: Die Person kann Schwierigkeiten haben, einfache Bewegungen wie Schreiben oder Tasten zu koordinieren.

Anzeichen einer beginnenden Demenz können sein:

  1. Verlust des Gedächtnisses: Eine Person mit Demenz kann Schwierigkeiten haben, sich an jüngste Ereignisse oder Personen zu erinnern.
  2. Probleme bei der Kommunikation: Die Person kann Schwierigkeiten haben, ihre Gedanken auszudrücken oder zu verstehen, was andere sagen.
  3. Veränderungen im Verhalten: Eine Person mit Demenz kann ungewöhnliches Verhalten zeigen, wie z.B. Verwirrtheit, Aggression oder Depression.
  4. Schwierigkeiten bei täglichen Aktivitäten: Eine Person mit Demenz kann Schwierigkeiten haben, bei einfachen Aufgaben wie Anziehen, Kochen oder Hausarbeiten zurechtzukommen.
  5. Orientierungsprobleme: Die Person kann vergessen, wo sie sich befindet oder wie sie dorthin gekommen ist.

Es ist eine große Herausforderung für die Krankenbeobachtung, die Symptome richtig zu ordnen und zu sortieren. Sind es also Anzeichen des Schlaganfalls oder Anzeichen von vasculärer Demenz? Denn von der präzisen Weitergabe der Informationen an den Arzt hängt das Wohlergehen der Betroffenen ab.

Zusammenarbeit mit dem Arzt

Kann der Patient/Bewohner nicht für sich selbst ausreichend Auskunft geben, ist es für die Zusammenarbeit mit dem Arzt wichtig, folgende Informationen weiterzureichen:

  • Anamnese: Krankengeschichte des Patienten, einschließlich Vorgeschichte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rauchen, Diabetes usw. (Pflegeassessment)
  • Vitalzeichen: Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Sauerstoffgehalt im Blut.
  • Symptome: Schmerzen oder Schmerzen in den Beinen, Veränderungen der Hautfarbe oder Temperatur, Schwäche oder Taubheit.
  • Medikamente: Liste der derzeitigen Medikamente des Patienten, einschließlich Dosierungen und Häufigkeiten.
  • Ernährung: Überblick über die Ernährungsgewohnheiten des Patienten, einschließlich Einschränkungen bei Salz, Fett oder Zucker.
  • Bewegungstherapie: Informationen über die Fähigkeit des Patienten zur Durchführung von Übungen oder körperlicher Aktivität.
  • Soziales Umfeld: Überblick über die familiäre und soziale Unterstützung des Patienten, einschließlich der Verfügbarkeit von Pflegepersonen.

Risikofaktoren für die Entstehung von arteriellen Durchblutungsstörungen werden somit schnell sichtbar. Therapeutische Interventionen sind auf mehreren Ebenen möglich.

Risikofaktoren für die Entwicklung einer arteriellen Durchblutungsstörung mit der Gefahr eines Schlaganfalls oder auch vaskulärer Demenz

Wichtig zu nennen wären hier: Übergewicht, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Rauchen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine familiäre Vorbelastung zu allen genannten Punkten. Ist der/die Betroffene offen für eine Änderung des Lebensstils, sind es genau die Maßnahmen, die alle Risikofaktoren minimieren.

  • Eine Ernährungsänderung kann auch nach einem Schlaganfall von Vorteil sein, um das Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu reduzieren. Eine gesunde Ernährung kann helfen, Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel und Übergewicht zu kontrollieren oder zu reduzieren, was das Risiko eines erneuten Schlaganfalls verringern kann.
  • Es ist niemals zu spät, gesunde Veränderungen in Bezug auf Ernährung und Lebensstil vorzunehmen. In manchen Fällen kann eine Umstellung auf eine gesündere Ernährung sogar zu einer Verbesserung der kognitiven Funktionen und zu einer Verringerung von Symptomen beitragen, die durch einen vorherigen Schlaganfall verursacht wurden.
  • Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass es wichtig ist, die Zusammenarbeit mit dem Arzt zu suchen, um eine individuell angepasste Empfehlung für Ernährung und Bewegung zu erhalten und jede weitere Maßnahme der Behandlungspflege abzusprechen.
  • nicht zu vergessen, da sehr wichtig: die Zusammenarbeit mit engagierten Angehörigen bzw. Beratungsgespräche um die Angehörigen zu informieren, gehören zu den wichtigsten Maßnahmen um die Zusammenarbeit mit den Betroffenen zu verbessern

Pflege ist Teamarbeit

Eine gute Teamarbeit ist entscheidend für den Schutz des Bewohners bei der Pflege von Patienten mit arterieller Durchblutungsstörung. Hier sind einige wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Pflege-Team:

  • Kommunikation: Regelmäßige und offene Kommunikation hilft, Missverständnisse zu vermeiden und eine gemeinsame Strategie für die Pflege des Bewohners zu entwickeln.
  • Zusammenarbeit: Jeder im Team sollte wissen, welche Aufgaben ihm zugewiesen sind und wie er diese erfüllen kann. Alle sollten bereit sein, zusammenzuarbeiten, um den bestmöglichen Pflegestandard für den Bewohner zu gewährleisten.
  • Schulung und Fortbildung: Alle Mitglieder des Pflege-Teams sollten über die neuesten Entwicklungen und Verfahren im Zusammenhang mit der Behandlung von Patienten mit arterieller Durchblutungsstörung informiert sein.
  • Pflegeplan: Es sollte ein detaillierter Pflegeplan für jeden Bewohner erstellt werden, um die bestmögliche Pflege zu gewährleisten. Des weiteren sollte dieser Plan regelmäßig überprüft und angepasst werden, um sicherzustellen, dass er den aktuellen Bedürfnissen des Bewohners entspricht.
  • Dokumentation: Die Dokumentation ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege und sollte sorgfältig und akkurat ausgeführt werden, um den Schutz des Bewohners zu gewährleisten.

Durch eine gute Teamarbeit und eine effektive Pflege kann das Pflege-Team den Bewohner mit arterieller Durchblutungsstörung unterstützen und seine Gesundheit und Wohlbefinden verbessern.

Für mehr Wissen

Hinweis der Dozentin: Jeden Beitrag habe ich gemäß meiner Erfahrung und meines Wissens geschrieben. Seit 23 Jahren sehe ich in meinen Seminaren als Dozentin für Pflegeberufe jährlich >1500 Mitarbeiter. Für Stammkunden – teilweise über Jahre – arbeite ich an den Konzepten der Mitarbeiterentwicklung mit. Aus diesem Blickwinkel sind meine Beiträge entstanden und das Angebot meines Wissens. Manche Vereinfachung von Sachverhalten, auch kleinere Unschärfen gehen an die Kürze und leichte Verständlichkeit der Berichte. Ein Blick in meine Seminarausschreibungen geben mehr und genauere Informationen, mehr noch in den Seminaren selbst. Andere Berufsgruppen in der Bewohner- und Patientenversorgung mögen eine unterschiedliche Sichtweise haben, die ich schätze und auch gerne für beide Seiten bereichernd diskutiere. Schreiben Sie an info@horvath-pflege.com.

 

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