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Wie demente Menschen ihr Zuhause (wieder) finden

Praktische Anleitung, Überprüfung und Unterstützung beim Aufbau einer familiären Atmosphäre in Einrichtungen der Altenpflege

Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist für demente Menschen meist verbunden mit Ängsten, Bindungsverlust, einem Gefühl von Verlorensein und häufig mit Fortschreiten der Demenzsymptomatik. Dies gilt es zu verhindern und dem Menschen empathisch da zu begegnen, wo er sich gerade befindet. Der Neurologe und Psychiater Jan Wojnar (Psychiatrischen Dienst des Landesbetriebs Pflegen und Wohnen in Hamburg) bemerkt dazu: „Eine gute Betreuung Demenzkranker kann nur dann verwirklicht werden, wenn es gelingt, die innere Welt der Kranken, d.h. ihre Wahrnehmungen, das Erleben und die Denkvorgänge zu verstehen und in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen.“ (Wojnar, 2001a, S. 36).

In der Praxis stellt es sich jedoch als äußerst schwierig dar, in die Erlebenswelt von dementen Menschen vorzudringen, da ihr sprachliches Ausdrucksvermögen in der Regel eingeschränkt ist und sie nicht selbst über ihre Erfahrungen mit der Krankheit berichten können.

Detaillierte Seminarbeschreibung

Organisatorisches

Seminatitel: Wie demente Menschen ihr Zuhause (wieder) finden
Zielgruppe: Alle Mitarbeiter
Dauer: 1 Tag
Ideale Gruppengröße: 16 Personen
Methoden: Präsentation und Vortrag, Interaktion mit der Gruppe zum Thema, Erfahrungsaustausch und Analyse von Einzelsituationen, Visualisierung, Arbeit anhand von Fallstudien, praktische Übungen und situiertes Lernen mit dem Ziel Transfer an den Arbeitsplatz

Seminarinhalte

Schwerpunkte 1. Tag

  • Grundprinzipien von Validation
  • Die 14 Techniken der Validation nach Naomi Feil
  • Die vier Stadien der Desorientierung
  • Die drei Schritte der Anwendung individueller Validation
  • Vorstellung der Arbeitspläne zum Anwenden der Validationstechnik:
    Als praktische Vorbereitung baut sich jeder Teilnehmer einen eigenen Arbeitsplan für die Übernahme einzelner
    Gesprächstechniken in den Pflege- und Betreuungsalltag auf
  • Einüben der Techniken im Rollenspiel
  • Sichere Umgebungsgestaltung
  • Tagesablauf, soziale Beziehungen, Bindungssuche- Bindungspflege
  • Prophylaxe und Krisenintervention bei Aggression und Gewalt
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